AIROLDI Hieronymus, Major - Oberst, Freiherr, verstorben 67-jährig, am 30 09 1936, seine weiteren genauen Lebensdaten fehlen leider noch. Gattin: Ferdinanda, geb. JARISCH (verst.: Februar 1927, 52-jährig), Heirat verm.: 08 07 1897. 

2 Töchter.

Er war sehr aktiv im Offiziersveteranenverband in Graz tätig (Obmann)  und hatte vermutlich auch einen Wohnsitz in Graz. Sein Beitrag zur Regimentsgeschichte dürfte vor allem mündlich und direkt an GARIBOLDI erfolgt sein (kein Kriegstagebuch im Stadtarchiv Maribor). Gewisse Quellen weisen darauf hin, dass er nach dem I. Weltkrieg  einen akademischen Grad als Doktor erlangte, vermutlich in Technik  oder Chemie. Spuren weisen auch auf einen Wohnsitz in Altona-Rissen, Hamburg, Deutschland nach 1918 hin.

 

Foto 1: Airoldi als Major im Offiziersgruppenbild 1914, identifiziert nach Indizien und Image-Vergleich (Bilder unten), sitzt als Divisions- (Halbregiments-) Kommandant neben dem Regimentskommandanten Oberst KRANZ. Nachlass Otto URBAN.

 

Foto 2:  Airoldi als Oberst in Ulanen-Uniform, 1918.  

Quelle: "Hermann Historica Auktionen, München".

 

Das Geschlecht der Ayroldis de Robiate ist eines der ältesten italienischen Adelsgeschlechtern, die bereits im zehnten Jahrhundert in Mailand beurkundet waren. Die genaue Linie von Hieronymus ist noch etwas unklar.

 

Hieronymus war der Kommandant der I. Division bis 1916, also der ersten Hälfte des Regiments DR 5.

 

Am 18. August 1914 wird er im Buch BERNDT/ GARIBOLDI zum ersten Mal erwähnt, als er zu Kaisers Geburtstag, nach einer Parade mit Feldmesse unter GM. FERNENGEL und mit dem, in voller Kriegsstärke in Masse aufgestellte IR 47 (das 47er und das 27er Regiment waren die steirischen Regimenter), beim Mittags-Festessen der Dragoneroffiziere im Gutshofe, den Kaisertoast aussprach.

Nach dem 10. Juli 1915 führte Mjr. AIROLDI wegen Abwesenheit von Obst KRANZ eine Zeit lang das Regiment. Im September 1915 wurde er zum Oberstleutnant befördert.

Auch wurde Obstlt. AIROLDI später das Kommando über die gesamten Handpferde der 6. KTD übertragen.

Als FML. BERNDT nach einer anderen Verwendung wieder das Kommando der 4. KD übernahm, wurde Obstlt. AIROLDI zum Kommandanten des UR 8 ernannt.

1916 erlitt Obstlt. Hieronymus Freih. v. AIROLDI durch einen Sturz einen Beinbruch. Offenbar beendete dies seine Verwendung beim UR 8, denn danach bis August 1917 hatte Obstlt. Freih. v. AIROLDI das Kommando über den Fohlenhof Kranichsfeld, Nähe Marburg, was auf eine Rekonvaleszenz-Verwendung hinweist.

Seine Beförderung zum Oberst dürfte erst im letzten Kriegsjahr erfolgt sein.

 

Foto 3:  Oberst H. Airoldi in Ulanen-Uniform, Ölgemälde 

Quelle: "Hermann Historica Auktionen, München".

 

Nach dem Krieg war er "geschäftsführender Obmann" des Veteranenvereins DR 5.

 

Auszeichnungen:

Orden der Eisernen Krone III. Klasse

Militärverdienstkreuz III. Klasse

u.v.m. (siehe Bilder)

 

Bilder unten:

1. Die Orden Airoldis, sie wurden in einer Versteigerung angeboten.

2. Seine Dragoner Uniform (zu hoher Wahrscheinlichkeit),  Muzej novejše zgodovine Slovenije, Ljubljana

3. Airoldi als Oberleutnant, vermutlich Vermählungsfoto 08 07 1897, Quelle: "Hermann Historica Auktionen, München".