AIROLDI Hieronymus (Geronimo), Major - Oberst, Freiherr, geboren 02-01-1868, Wien, verstorben am 30-09-1936.

Gattin: Ferdinanda, geb. JARISCH (verst.: Februar 1927, 52-jährig), Heirat: 09-07-1897, Schottenkirche Wien.

2 Töchter, 1 Sohn: Hieronymus (der Dritte).

 

Foto 1: Airoldi als Major im Offiziersgruppenbild 1914, sitzt als Divisions- (Halbregiments-) Kommandant neben dem Regiments-kommandanten Oberst KRANZ. Nachlass Otto URBAN.

 

Kavallerie-Kadettenschule Mährisch Weißkirchen 1885.

01-11-1889 Leutnant beim DR 3, 01-05-1894 Oberleutnant beim DR 3, 01-05-1901 Rittmeister (2. Klasse) beim DR 3, 01-11-1912 Major beim DR 5, 01-09-1915 Oberstleutnant beim DR 5, 1916 Kommandant des UR 8, 1918 Beförderung zum Oberst.

 

Sein Vater, Hieronymus "der Erste" (* 1. September 1832, Brescia; † 01-04-1900, Krakau, Herzinfarkt, beim Besuch seiner dort stationierten Söhne), war 1866 im Krieg gegen die Preußen  (bei Jicin) als Hauptmann des Infanterieregiments "König Georg V. von Hannover" Nr. 42. Auch kämpfte er zuvor in der Schlacht bei Solferino. Er wurde 1867 wegen Invalidität als Major ad honores pensioniert. Die Familieneinkünfte gestalteten sich ab diesem Zeitpunkt als bescheiden und sein Vater Feldzeugmeister Paul von Airoldi unterstützte fortan seinen invaliden Sohn und seine Familie. Als Großvater Paul verstarb, versuchte Vater Hieronymus durch eine Petition an den Kaiser eine Wiederaktivstellung in den Militärdienst, welche jedoch abgewiesen wurde. In den Jahren vor seinem Tod lebte er in Stockerau.

Seine Mutter (Heirat mit Hieronymus I. am 26. November 1867, Wien) war Luisa (Aloysia) Esterházy-Galantha (* 22. Dezember 1835, Wien; † 12. April 1894), Witwe des Grafen Franz Esterhazy, geborene Roß.

Bruder Eugen verstarb als Rittmeister, ebenfalls des DR 3, am 29-07-1903 in Folge eines Bremsen (Pferdestechfliege) - Stiches und einer darauffolgenden Blutvergiftung in Krakau, wo sich sein und auch des Vaters Grab befindet.

Stiefgeschwister: Gräfin Misa Wydenbruck-Esterhazy und Graf Fery Esterhazy.

 

Das Geschlecht der Ayroldis de Robiate ist eines der ältesten italienischen Adelsgeschlechtern, die bereits im zehnten Jahrhundert in Mailand beurkundet waren.

Das Infanterieregiment Nr. 23 hatte den Beinamen "Airoldi" und bestand anfangs aus Austro-Italienern und danach aus ungarischen Soldaten. Es kämpfte 1866 bei Trautenau, dort gibt es auch ein Monument für die Gefallenen dieses Regiments.  Auch gibt es einen "Airoldi-Marsch".

 

Hieronymus war sehr aktiv im Offiziersveteranenverband in Graz tätig (Obmann)  und hatte seinen Wohnsitz in Graz. Sein Beitrag zur Regimentsgeschichte dürfte vor allem mündlich und direkt an Otto GARIBOLDI erfolgt sein (kein Kriegstagebuch im Stadtarchiv Maribor). 

 

Hieronymus war im 1. Weltkrieg der Kommandant der I. Division des DR 5 bis 1916, also der ersten Hälfte dieses Regiments.

 

Foto 2:  Airoldi als Oberst in Ulanen-Uniform, 1918.  

Quelle: "Hermann Historica Auktionen, München".

 

Am 18. August 1914 wird er im Buch BERNDT/ GARIBOLDI zum ersten Mal erwähnt, als er zu Kaisers Geburtstag, nach einer Parade mit Feldmesse unter GM. FERNENGEL und mit dem, in voller Kriegsstärke in Masse aufgestellte IR 47 (das 47er und das 27er Regiment waren die steirischen Regimenter), beim Mittags-Festessen der Dragoneroffiziere im Gutshofe, den Kaisertoast aussprach.

 

Nach dem 10. Juli 1915 führte Mjr. AIROLDI wegen Abwesenheit von Obst KRANZ eine Zeit lang das Regiment. Im September 1915 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Auch wurde Obstlt. AIROLDI später das Kommando über die gesamten Handpferde der 6. KTD übertragen.

Als FML. BERNDT nach einer anderen Verwendung wieder das Kommando der 4. KD übernahm, wurde Obstlt. AIROLDI zum Kommandanten des UR 8 ernannt.

1916 erlitt Obstlt. Hieronymus Freih. v. AIROLDI durch einen Sturz einen Beinbruch. Offenbar beendete dies seine Verwendung beim UR 8, denn danach bis August 1917 hatte Obstlt. Freih. v. AIROLDI das Kommando über den Fohlenhof Kranichsfeld, Nähe Marburg, was auf eine Rekonvaleszenz-Verwendung hinweist.

 

Seine Beförderung zum Oberst erfolgte im Frühjahr des letzten Kriegsjahres.

 

Foto 3:  Oberst H. Airoldi in Ulanen-Uniform, Ölgemälde 

Quelle: "Hermann Historica Auktionen, München".

 

Nach dem Krieg war er "geschäftsführender Obmann" des Veteranenvereins DR 5.

 

Auszeichnungen:

Orden der Eisernen Krone III. Klasse

Militärverdienstkreuz III. Klasse

u.v.m. (siehe Bilder)

 

 

 

Bilder unten:

1. Die Orden Airoldis, sie wurden in einer Versteigerung angeboten.

2. Seine Dragoner Uniform (zu hoher Wahrscheinlichkeit),  Muzej novejše zgodovine Slovenije, Ljubljana.

3. Airoldi als Oberleutnant, vermutlich Vermählungsfoto 08-07-1897, Quelle: "Hermann Historica Auktionen, München".