Einteilung der Offiziere und Soldaten DR 5

Im Frühjahr 1908 wurde das k. u. k. Dragonerregiment „Nikolaus I. Kaiser von Rußland, Nr. 5" aus  Wiener Neustadt und Traiskirchen nach dem Südwesten der Monarchie in seinen heimatlichen Korpsbezirk III verlegt und wie folgt untergebracht:

 

Stab, Pionierzug, 1. und 3. Eskadron in Görz, 2. Eskadron in Laibach, 4. Eskadron in Marburg (dort auch ständig der Ersatzkader), 5. und 6. Eskadron in Windisch-Feistritz (Slovenska Bistrica). 1911 wurde in Görz auch eine Kavallerie-Maschinengewehrabteilung aufgestellt. Regimentskommandant war seit Februar 1909 Oberst Otto BERNDT, ihm folgte 1914 Obstlt Moritz KRANZ. Der letzte (formelle) Kommandant bis zum Ende des Krieges war Oberst SPONNER von OSTRAVY.

  

Einteilung per 20. August 1914

Kombinierte  Division:

Regimentsstab: Obst Moritz KRANZ, Adjutant Rittm. Karl PIPPAL,Tel.-Offz Oblt. Herbert SCHWARZER, Rgtsarzt Dr. Johann PRAZNIK, Oblt.-Rechn.F. Theodor NEUMANN, Lt.­ Provoffz Adolf EFFENBERGER, Obertierarzt Franz KOLBE. Rgts-Trompeter Josef KONSTANTIN, Oberwaffenmeister Johann TRIANTSCH, Standesführer Wchtm. Ignaz BEN, Stabsführer Josef HAUER, San.-Unteroffz. Anton HUDELIST.

 

2. Eskadron: Rittm. Adolf BERNHART, die Oblte Julius MESSERSCHMIDT, Karl CONTE ZENONE, Alfred MÜLLER, Lt. Alfons Freih. v. GRAMMONT, Kad. d. Res Georg STERN, die Wchtm. Franz BREGANT, Johann GROBELNIG, Josef IVANC, Rechnungs-UOffz Rudolf STEINER, Beschlagm. Franz KUMAR.

 

4. Eskadron: Die Rittm. Emmerich GÖTZ und Kamillo BREGANT, Oblt Gilbert v. IN-DER-MAUR, Lt. Marino Gf. PACE, Fähnr. i.d. Res. Dr. Gustav SCHWAB, die Kad. i. d. Res. Gustav Freih. v. THOEMMEL und Rudolf KALLAY, die Wachtm. Ludwig PSCHEID, Karl STIBLAR, ZUPPAN, Beschlagm. Adolf HEINZE.

Pionierzug: Rittm. Ulysses SIMUNICH, die Wchtm. Franz KOPEINIK, Karl ZVAN.

 

 

I. Division:

Stab: Mjr. Hieronymus Freih. v. AIROLDI, Oberarzt i. d. Res. Dr. Josef URAM, Prov.-Offz. Fähnr. i. d. Res. Robert SCHREINER, Trompeter Franz DOVJAK.

 

1. Eskadron: Die Rittm. Alfred MORAWETZ v. KLIENFELD und Otto Ritter v. GARIBOLDI, die Oblte Franz TAX, Anton v. VALLNER, Lt. Gerhard CORNIDES v. KREMBACH, Kad. i. d. Res. Heinrich STIEBITZ, die Wchtm. Franz WERTHER, Stephan HEGEDIC, Robert REICHART, Rechn. Untoffz. Michael DANIEL, Beschlagm. Josef DVOŘÁK.

 

3. Eskadron: Rittm. Josef LANG, die Oblte Kurt Freih. v. KRIEGHAMMER, Alexander Fürst SULKOWSKI und Max Freih. v. KIRCHBACH auf LAUTERBACH, Lt Franz PENKA, Fähnr. i. d. Res. Otto PINELL, Kad. i. d. Res. Erich RAISP v. CALIGA, die Wchtm. Jakob SENČAR, Peter SERUGA, Josef ABEL, Rechn.­Unteroffz. Emmerich STANZ, Beschlagm. Jakob DIMEC.

 

II. Division:

Stab: Obstlt. Ernst Gf. THURN-VALLESASSINA, Oberarzt Dr. Wilhelm KALSER; Prov.-Offz. Rittm. Erwin Ritter KRATOCHWILE v. LÖWENFELD, Unt.-Tierarzt i. d. Res. TOMASIL, Trompeter Johann LIERZER.

 

5. Eskadron: Rittm. Herward Gf. AUERSPERG, die Oblte Otto Freih. v. URBAN und Simon Conte FANFOGNA, Lt. i. d. Res. Alfred Freih. v. BAUMGARTNER, Kad. i. d. Res. Karl ARBESSER v. RASTBURG, die Wchtm. Alois SENČAR, Franz SZENTES, Rechn.-Untoffz.

Alois PRISCHING, Beschlagm. Anton WEINGERL.

 

6. Eskadron: Rittm. Friedrich Ritter v. SCHILDENFELD, die Oblte Ernst Gf. v. BISSINGEN und NIPPENBURG und Pyrrhus v. HAGENAUER, Lt. Edward LINKE-CRAWFORD, Fähnr. Tassilo Freih. v. WIMMERSPERG, Kad. i. d. Res. Fritz LABRES, Dr. Fritz WEIGEND, die Wchtm. Josef BRUNSKOLE, Josef RATH, KIENER, Rechn.-Untoffz. Franz DOMAJNKO, Beschlagm. Johann STEPPAN.

 

Kav.- Maschinengewehrabteilung Nr. 11 (bei der 2. Kav-Division)

Rittm. Rudolf MÜLLER v. MAYENSEE, die Oblte Artur Freih. v. PIELSTICKER und Johann Ritter BACH v. HANSBERG, Lt. i. d. Res. Johann Gf. ATTEMS-PETZENSTEIN, Wchtm. Philipp FATUR, Rechn.-Untoffz Josef BRISLICA, Beschlagm. Franz VERSEL.

 

Reserveeskadron (bei der 3. Marschbrigade)

Rittm. Gustav Ritter HAYD von und zu HAYDEGG, Rittm. i. d. Res. Georg Gf. v. WALDBURG-ZEIL, Lt. i. d. Res. Dr. Ernst REINER, Fähnr. i. d. Res. Otto WINDS, die Kad. i. d. Res. Johann ZECH und Armin GRAMBERG, Rechn.-Untoffz. Alois KRESSE.

 

Ersatzeskadron in Marburg

Mjr Robert Altgraf zu SALM-REIFFERSCHEIDT, Rittm. Adalbert Ritter v. LEUZENDORF, Oblt. Wilhelm Freih. v. HIPSSICH u. a. m., Mag.-Offz. Rittm. Ludwig SPAROWITZ, Lt.-Rechn. Johann SATTLER, Ludwig LORENZ, Wchtm. Ernst KARBA, Rechn.-Untoffz. Anton GENSER, Oberbeschlagm. Leopold DUNKLER

 

 

Diese Kriegsgliederung des DR 5 ist sehr interessant:

 

3 Divisionen ("Kampfgruppen" mit Stab und je 2 Eskadronen) im Regiment, insgesamt 9 Eskadronen (6 reguläre Eskadronen, + MG-, Ersatz- (Heimat-) und Reserve-Eskadron).

Es zeigt, dass die Kavallerie  (bereits zu Beginn des Krieges, mehrheitlich) als bewegliches Element für Infanterie- Brigaden bestimmt wurde. 

Später kamen unter Reduzierung der berittenen Eskadronen, sog. Fuß- Eskadronen hinzu.

Diese Fuß-Eskadronen hatten dieselben taktischen Aufgaben wie zu Pferd: Aufklärung, Sicherung (tlw. auch polizeiliche Aufgaben), Feldwachen- und Vorpostendienste und als Reserven (Gegenangriffe). Oft wurden dabei die Pferde zur raschen Verschiebung von Kräften innerhalb der Eskadron als sog. "Handpferde" (herangeführte Pferde) verwendet. Das DR 5 war bis zum Endes des Krieges 1918 zu Teilen "beritten", selbst im Stellungseinsatz wurden die  Pferde hinter der Front gehalten. Allerdings reduzierte sich die kavalleristische Komponente mangels Pferden und ausgebildeten Reitern immer mehr. Im Jahre 1917 gliederte sich das DR 5 in 2 Halbregimentern, 1918 in 8 Schwadronen, wobei eine davon noch beritten war. Aus dem DR 5 und anderen Kavallerieteilen wurden auch selbständige Einheiten geformt, welche nicht im Rahmen des Regiments eingesetzt wurden.