DIESE RUBRIK STEHT ZUR FORSCHUNGS-DISPOSITION / BESTÄTIGUNG VON INDIKATOREN

Herkunft: Atelier Elvira, Richard Gerstenberger, Graz Annenstraße 16/I. Datiert: 1915.

Vermutliche Szene: Familien-bezogenes Foto, Kavalleristen, Kadetten, mutmaßlich DR 5 in Kriegsuniformen.

 

Unteroffiziere, wahrscheinlich der MG-Abteilung oder der 2. Schwadron (1916 +).

 

Gesucht wird die Biographie von Filip FATUR, Einrückungsjahrgang 1911, im Jahr 1914 zu Kriegsbeginn Wachtmeister der Maschinengewehr-Abteilung (11), er verblieb 1918/19 in der jugoslawischen Armee und nahm offenbar auch im Konflikt in Kärnten auf Seite des SHS-Staates teil. Unten ein Bild von https://commons.wikimedia.org//wiki/File:Filip Fatur.jpg

 

Johann ALDRIAN (sehr wahrscheinlich), "Offiziersbursche" des Rittm. Otto GARIBOLDI, aus Gruppenbild (siehe unten), auf der Rückseite in Slovenisch: "Zelo (...)  je tretji  z leve tesik Otto Gariboldi" (kommt aus dem Fundus O. G.), also: "Sehr (....) ist der Dritte von links "tesik" O. G.", wobei vermutet werden kann, dass das Wort "tesik" für "Deschek" (aus dem Ungarischen), k.u.k. Militär-Slang für "Diener" steht. Am Bild selbst steht über seiner Position: "Mein Diener". Zu datieren um Mai 1917.

 

Der Familienname ALDRIAN kommt heute gem. Internet-Suche vor allem im Raum Deutschlandsberg und in Unterkärtnen vor.

 

Das Bild unten zeigt offenbar das Personal eines Kompaniekommandos, 2 Sanitäter, 1 Zugsführer (Kanzlei?), 2 Diener und einen Leutnant (sitzend) - in diesem Fall: das Kdo der 1. Schwadron/ DR 5. Im Frühjahr 1917 war ihr Kommandant Otto GARIBOLDI auf längerem Heimaturlaub. Der Leutnant könnte daher  Dragotin LONČARIĆ sein, sein Stellvertreter  (1. Schwadron: Rittm. v. GARIBOLDI, Lt. LONČARIĆ, Lt. REICHEL, Lt. Karl PLANK).  LONČARIĆ, Träger der Silbernen Tapferkeitsmedaille Kl. I und II, spielte eine besondere Rolle in den Novembertagen 1918 in Marburg, endete infolge allerdings tragisch durch Selbstmord.