Nachlass Curt Krieghammer

Curt Krieghammer und Otto Gariboldi (links-rechts im Bild in Marburg am 21. August 1938) trugen am meisten zur Aufbereitung der Geschichte des DR 5 im I. Weltkrieg bei.

Otto z.B., reproduzierte alle persönlichen Tagebücher Krieghammers, welche als "Basis" des dann entstandenen Buches dienten. Einmalig sind auch die Fotosammlungen mit ca. 600 Fotos und die begleitenden Bildbeschreibungen Krieghammers, welche aus seinem Nachlass überliefert sind.

Unten: Fotos aus seinen Alben "Erinnerungen an Görz", "Marburg 1912" (Preisreiten) und "Kriegsbilder" mit Beschreibung (in Sequenzen aufgeteilt).


"Die in den Beschreibungen vorkommenden Namen beziehen sich auf die Köpfe der auf den Bildern vorkommenden Personen, vom Beschauer aus links beginnend. Aus der Zeit vom Kriegsausbruch bis März 1915 besitze ich keine Bilder, weil damals keiner der Herren der 3. Esk. DR.5, bei der ich diese Zeit über ältester Subalternoffizier war, oder von anderen Herren, mit denen ich beisammen war, photographierte. Leider! Denn der intensive Bewegungskrieg im Jahre 1914 hätte wohl die interessantesten Bilder des Krieges „wie er einmal war“ ergeben".

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Die 3./DR.5 als Geschützbedeckung der Gruppe Bäumen (3./FHb. 3. u. 4./FKn. 8) u. beim 56. IBrig-Kmdo zwischen Czigelka und Wyzowa in den Ost-Beskiden vom 2./4. bis 3./5. 1915.

Czigelka, Standort des Esk-Kmdos u. der HandPf(erde).

Batteriestellung der 4./FK. 8 am Sattel südl. Wyzowa/ 2 Züge zu Fuss.

In Grab - Ozenna (Ostbeskiden) auf einem Patr.-Ritt Sulkowskis (3. Zug) zur Verfolgung der Russen nach dem Durchbruch bei Gorlice.

Die I. Div./D.5 (1. u. 3. Esk.) am Marsche aus dem Raume von Zboro in jenen von HomonaDurch das konzentrische Vorgehen unserer Fronten nach dem Durchbruch von Gorlice wurde die Frontlinie so verkürzt, dass das 3. Korps keinen Platz mehr hatte. Es wurde deshalb aus der Front gezogen und zur Einwaggonierung in den Raum Homona -Varanno verschoben.

- Am Marsche (7.- 9./5.15.)

In Klazany westl. Homona (10.-14./5.15.)

Die beiden Eskadronen warten auf die Einwaggonierung.

Nach und in Homona (15. - 17./ 5. 15.)

 

 

Am Pruth und Vordringen zum Dnjestr.

 

Nördlich Delatyn hatten die abgesessenen Abteilungen der I. und der komb. Div. des Rgts (1.- 4. Esk.) eine zweite Stellung hinter der hart angegriffenen ersten zu bauen (20. - 22. / 5. 1915.)

- In Pilipy und Dwórwolowa südlich davon (östlich von Kolomea, südlich der Pruth. Die Kmden, Handpferde u. Plänkerreserve der beiden Eskadronen waren zuerst 2 Tage in P., dann in Dw. Wolowa untergebracht, während abwechselnd von je einer Esk. die Plänkler 3er Züge die Talsperre nördl. Pilipy, jene des 4. Zuges einen Stützpunkt in der Stellung nordwestlich davon zu besetzen hatten. (24./ 5. - 7./6.)

- Vordringen über den Pruth zum Dnjestr. (8. - 12. 6. 15.) Unsere I. D.5 machte diese Offensive großen Teiles in Nachr.- Det. u. - Patr. aufgelöst bei der 28. ITD mit.

 

In und nördlich Potoczyska 16. / 6. - 15. / 8. 15. Der Abschnitt Potoczyska [Поточище, Pototschyschtsche], einer der 3 Abschnitte der 28. ITD bestand zunächst aus der 3./D5 u. komb. Res / D3 u. U5, die dann um 1/2 Baon / 27 und 1 Battr verstärkt wurden. Unter meinem Kmdo (16.- 27./6.), wurde dann um mehrere Baone u. Battr unter Kmdo der Oberste (Viktor) Kliemann (Kmdt IR 47, 28./ 66. - 5./7.) u. (Augustin) Dorotka (v. Ehrenwall) (Kdt IR 27, 6. - 22./7.) verstärkt und zuletzt unter Kmdo des Mjr  Airoldi (23. / 7. - 2./8.) nach Abziehung einiger Baons um die 1. / D5 (Kmdt seit 2./ 6. Gariboldi) verstärkt.

 

- Feldwachenstellung am Dnjestr nördl. Potoczyska. Die Stellungen sind unser erster grösserer „Eigenbau“.

- In Potoczyska: Kommando und bis 1./8. auch Handpferde.

 

Im Raum von Triest 26./8 – 1./10. 15.

- In S. Croce bei Nebresina, als DivKav. der 28. ITD. 26./8. - 3./ 9.

In Conconello bei Opcina, bequartiert im Banne.

- In Banne nördl. des Mte Belvedere (3./9. - 1./10.)

- Unsere Zivilarbeiterinnen, größtenteils Triestinerinnen, im Taglohn für den Stellungsbau aufgenommen; im Durchschnitt 300 pro Esk.

Fahrt Opcina – Horodenka 8.- 4./10.15, Stab, 1. u. 3. Esk wurden zur 6. KTD (14. KBrig) nach Czernilica eingeteilt.  

Die 1. - 4. Esk des Rgts baute den Sub-Abschn. D 5 der Gruppe Obst Kranz (unterstehend dem Abschnitt IV, Raum Mte Maggiore bei Abbazia – Nabrecina), den das 93. ITD-Kmdo, später das StadtKmdo Triest führte, nordöstl. von Triest aus; der 3. Esk speziell war das vom Mte Belvedere bastionsartig vorspringende Conconello zugewiesen. - Die von uns angelegten Befestigungen waren ganz in Stein aufgebaut, teilweise ausgesprengt, alles stark steingedeckt; im Falle starker Artilleriebeschiessung die reinsten Massengräber, wir waren aber sehr stolz darauf. Jeder Esk waren diverse LdSt.- u. GrFinAbt. [Grenz-Finanzwachabteilungen] zugeteilt.

In Stellung vor u. Reserve in Czernelica 5./10.15 – 6./6. 16. - Die Eskadronen wurden nun nur mehr zu Fuss verwendet.

 

- Czernelica im Herbst u. Winter als Standort des Rgtskmdos mit Rgtsstab und Pionierzug, des I. Divkmdos, der Eskadron in Reserve, der Handpferde u. des Trains.

 

Legschluchtstellung am Dnjestr, nördlich von Czernelica; sie war am 6./10.15 – 25./1. 16 von der abgesessenen 1. u. 3. Esk abwechselnd, von da an bis 15./3. 16 von der verstärkten 1. Fuss-Esk D.5, bestehend aus den nach 2. Art [§ 62 Pkt. 320 der k.u.k. Exerziervorschrift / Kavallerie] abgesessenen Formationen der 1. u. 3. Esk, des Pionierzuges, der Tel.Patr u. eines Teiles des Regimentsstabes unter meinem Kommando besetzt. Eine weitere Woche war diese Eskadron dann noch (bis 22./3.) als Reserve für die Vorposten Latacz [Lytyachi] abwechselnd mit den beiden Fusseskadronen des HusRgts Nr. 15 konzentriert in dieser Stellung untergebracht.

 

Latacz am Nordufer des Dnjestr. Dieser Ort lag im Oktober zwischen der feindlichen u. unserer Stellung u. wurde häufig von russischen Patrouillen u. solchen von D.5 durchstreift. Im November 15 wurde am feindwärtigen Ortsrand eine Feldwachenaufstellung dauernd etabliert, die den Winter über, zusammen nicht über 90 Mann stark, unter dem Kommando eines Offiziers meist von D5, D11 u. H 11 so beigestellt wurde, dass H 11 den rechten Flügel (Dabrowa), D. 5 die Mitte u. D. 11 den linken Flügel innehatte. Später versah D5 mit D11 gemeinsam, zuletzt mit H15 abwechselnd den Vorpostendienst. Die Feldwachen wurden häufig nachts von den Russen in Halbkompagnie – bis Bataillonsstärke angegriffen, doch stets gehalten oder unter Einsatz von Teilen meiner Schwadron aus der Stellung im Gegenangriff wiedergenommen. Ein umfassender Angriff von ca. 3 russ. Baonen wurde in der Nacht zum 19. (?) März von einer Schwadron H.15 (Rtm. v. Egri) u. meiner Schwadron als eingesetzte Reserve abgewiesen, da die russische Umfassungsgruppe, von einer neuen Feldwache überraschend beschossen, in ein Minenfeld geriet, als aber die Russen in der Nacht zum 21. März mit 4 Baonen abermals nördlich umfassten u. auch frontal zurückdrängten, wurde die Aufstellung von der Schwadron Rtm. v. Henriquez u. eingesetzten Teilen meiner Schwadron auf Befehl des 14. Kbrigkmdos unter relativ minimalen Verlusten endgültig geräumt.

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Czernelica im Frühjahr 1916 als Standort der Fussesk D.5, die von Mitte März bis 6. Juni zusammen mit D. 11 dort Reserve der 14. Kav. Brigade war.

- Der Ort u. seine Umgebung

- Das Leben u. Treiben der dienstfreien Offiziere

- Dienstliches Leben in Reserve

- Osterwaffenruhe 1916

 

In Stellung beim Jägerhaus Wadowa, östlich Koropiec (8. - 14. / 6. 1916).

Die Gruppe Oberst Plankh (1. Fuss-Esk. DR 5, D 11 u. Schützendivision III/6. war am 6./6. zur Unterstützung der hart angegriffenen 15. ITD an die Strypa entsendet worden und kam an deren rechten Flügel nach 2tägigen Kämpfen und Rückmärschen als rechte Flügelgruppe dieser Division in die obengenannte Linie.

 

Bei Harasymow, 17. bis 29. / 6. 1916.

Westlich des Ortes beim Einrücken zur 6. K.T.D.

- Vom Nordteil der Stellung der 14. Kav. Brig (Gen. v. Rettich)

- Auf Vorposten

- Reserve der 14. Kavalleriebrigade

Stellung 4 km südöstlich. von Tlumacz, 30./6. - 2./7. 1916.

Die sogenannte 3. Stellung fanden wir mit einem übermannstiefen, also keinen Ausschuß gewährenden traversierten Graben, ohne Unterstände, vor. Vor der Stellung im nördlichsten Teil ein zweireihiges Drahthindernis, weiter nur 2 Reihen Pflöcke unverdrahtet. Der linke Flügel der Fuss-Esk. DR 5 hatte die Sperre der Chaussee Tlumasz – Horodenka südl. TP 334 Tlumacka zu besetzen.

 

Vorrückung über Gruszka (Hrushka)  über Höhe 307 nach Puzniki. 2. - 17./7. 1916

Am 2./7. traf das deutsche Korps GLt v. Kräwel nordöstlich der 6. KTD ein und ging mit dem rechten Flügel auf Gruszka vor, an dessen Ortsrand eine flüchtige Stellung ausgehoben wurde. Die 6. KTD, diesem Kpskmdo unterstellt, machte diese Vorrückung nach Südsüdost, die erst bei Gruszka auf stärkeren feindl. Widerstand stieß, in gleicher Front mit. Die Fußesk. DR 5 hatte als linker Flügel der Gruppe Obst Plankh in den folgenden Kämpfen Anschluß an den rechten Flügel der deutschen 119. ITD.

 

Puzniki und Stellung im Walde knapp südlich des Ortes 5. - 28./7. 1916

 

"Am 28./7. erhielt ich bei dem russ. Durchbruch eine Schrapnellfüllkugel in den linken Unterschenkel, die lange eiterte und mich dadurch über ein Jahr lang undienbar machte".

Winter 1917/18, Stellung bei Wysocko (vor Brody), als Adjutant nach Genesung (lose Fotos).