PINELL Otto, Fähnrich – Oberleutnant, vermutlich ident mit folgenden Daten: 09-01-18921943?, jüdischer Herkunft, vermutlich ebenso ermordet im KZ wie sein Neffe Stefan (17-12-1919 bis 21-05-1943, KZ Sobibor, ehemals wohnhaft Wien 1030 Wien, Dapontegasse 8).

 

Otto war demgemäß der Sohn von Emil Emanuel (Bukarest, 1852 – 1919, Wien). Namensänderung 1888 in Lemberg von PINELLES zu PINELL und Rosa LÖWY (1866, Wien - ~< 1920) sowie der Bruder des Dr. Louis PINELL (geb.: 1889; Vater von Stefan) und von Nelly WEISBERGER.

 

Foto: Ausschnitt aus Offiziersgruppenbild mit

Bissingen, Leuzendorf, Urban und Verderber, Marburg, September 1916, identifiziert (Eintrag Rückseite Bild), siehe auch Bild unten, Quelle: Nachlass Otto Urban

 

Otto war Offizier in der 3. Eskadron und wird im Buch 9x erwähnt.

 

27 Juni 1915: „Die Nachricht von der Wiedereroberung Lembergs löste allgemeinen Jubel aus. Am 27. trat KRIEGHAMMER mit seinen zwei Eskadronen unter den Befehl des Obst. KLIEMANN des IR 47, der in Potoczyska eingetroffen war und mit 5 Bataillonen den Abschnitt Michalcze - Iwanie (9 km südöstlich davon) zu sichern hatte. Lt. PINELL versah bei ihm den Dienst als 2. Adjutant“.

 

Lt. i. d. Res. Otto PINELL wurde 1916 durch Sturz verletzt.

 

Für das Korpskommando HENRIQUEZ stellte das Regiment einen Stabs-Zug auf, den Lt. PINELL befehligte.“ Seine mutmaßlichen Polnisch-Kenntnisse dürften wohl auch Grund zur Verwendung im Stabe gewesen sein. Die durch das DR 5 abzustellenden Stabszüge sind in den Kriegstagebücher nicht dokumentiert, daher ist sein weiterer Kriegseinsatz nicht nachzuvollziehen, jedenfalls wurde er im Februar 1917 zum Oberleutnant i. d. Res. befördert.

 

Bronze Militärverdienstmedaille

Silberne Militärverdienstmedaille

 

Nach dem 1. Weltkrieg war Otto Teilhaber der (väterlichen?) Hutfabrik Pinell & Co, welche 1929 in Ausgleich gehen musste.