Adalbert Ritter v. LEUZENDORF, Rittm - Obstlt. Genaue Lebensdaten sind derzeit unbekannt.

Vater: dzt. unbekannt.

Mutter: Phillipine LEUZENDORF, geborene LANNA. Geschwister: Egon und Margarethe.

Adalbert war ein Groß-Cousin von Otto GARIBOLDI und zeitweise sein Kommandant.

 

Foto: Adalbert als Rittmeister, vor Sommer 1914, Ausschnitt aus Offiziersgruppenbild, Nachlass Otto v. URBAN

 

Rittmeister LEUZENDORF verblieb bei der Verlegung nach Galizien zum Beginn des Krieges noch zurück bei der Ersatz-Eskadron in Marburg. Erst am 22. Oktober traf aus Marburg Rittm. Adalbert Ritter v. LEUZENDORF mit dem Ergänzungstransport von 101 Reitern, darunter 5 Reserve­ Offiziersaspiranten, ein. LEUZENDORF übernahm das Kommando der 1. Eskadron, die Reiter wurden auf alle Eskadronen aufgeteilt.

 

Dezember 1915:

"Rittm. v. LEUZENDORF, der seit langem herzleidend, mit größter Selbstüberwindung den Strapazen des Kriegslebens getrotzt hatte, übernahm vorübergehend die 4. Eskadron, mußte jedoch bald krankheitshalber nach Marburg abgehen".

 

Ende März 1915:

Zur Ersatzeskadron war nach seiner Genesung eingerückt.

 

September 1915:

"In der Offizierseinteilung traten zwei wichtige Änderungen ein: Der bisherige Kommandant der Ersatzeskadron in Marburg, Mjr. v. HAYDEGG, wurde zum Leiter des Fohlenhofes Kranichsfeld ernannt und durch Mjr. v. LEUZENDORF ersetzt."

Offenbar blieb Adalbert bis Herbst 1918 der Kommandant der Ersatz-Eskadron in Marburg. Weiters dürfte es sein Sohn gewesen sein, von dem es im Buch heißt: "Fähnr. von LEUZENDORF (1. Schwadron) wurde im Mai zum Leutnant ernannt."

 

Militärverdienstkreuz 3. Klasse,

Ritterkreuz des Franz Josephs-Ordens

 

 

Bilder unten:

1. Rittmeister LEUZENDORF, offenbar bei Verabschiedung eines Ersatz-Kontingents in Marburg, nach Winter 1915 (feldgraue Uniformen), Nachlass TAX-SZILVAY.

 

2. Adalbert als Oberstleutnant, Rückseite beschriftet, eindeutig identifiziert, verm. Sommer 1918, Marburg, Nachlass Otto v. URBAN.

 

3 - 5: Artikelausschnitte aus der "Arbeiter-Zeitung" vom 22 12 1929 (!), Seite 17, zum Anlass des Protestes gegen die Wiedereinführung der Melodie des "Kaiserliedes" als neue Hymne der 2. Republik, in dem Vorfälle aus dem Jahr 1916 (Eingabe 30 04 1916) über Schikanen unter dem Kommando von Major LEUZENDORF in der Ersatz-Eskadron zitiert werden.

"Halten Sie die Goschen, Sie sind ein großes Miestvieh"...

 

Es ist anzunehmen, dass die Beschwerdeeingabe im Originaltext authentisch abgedruckt wurde.  LEUZENDORF dürfte nicht gerade ein "angenehmer" Kommandant gewesen sein. Offenbar wollte man erreichen, dass die Soldaten lieber an die Front gingen, als im Hinterland Dienst zu versehen.