Rittmeister, später Major Friedrich von SCHILDENFELD, Ritter, war der Kommandant der 6. Eskadron.

 

Die Suche nach seiner Biographie gestaltete sich bislang als schwierig, da es zur fraglichen Zeit offenbar mehrere „von Schildenfeld“ als Offiziere in der k.u.k. Armee gab, wie z.B. genannt in der Cillier Zeitung vom 28 11 1878 einen Hauptmann Friedrich Ritter v. Schildenfeld des steirischen Landwehr-Schützen-Bataillons Cilli Nr. 20, der offenbar 1891 bereits Oberstleutnant war. Auch gab es im Linzer Landwehr-Infanterie-Regiment einen Oberst Josef Ritter von Schildenfeld und Rudolf von Schildenfeld war der Personaladjutant Conrad von Hötzendorfs. Zudem hatte schon Otto Gariboldi in der 1930er Jahren Schwierigkeiten Daten über die 6. Eskadron zu sammeln.

 

Bild: Ausschnitt aus Offiziers-Gruppenbild, ca. 1903+,  kann als identifiziert gelten,

denn Oblt Wimmersberg schreibt in seinem Erinnerungen:

Rittmeister von Schildenfeld, mein neuer Eskadronskommandant, der meinen Vater kannte, und dem ich auch von diesem ein Schreiben zu übergeben hatte, war ein gefürchteter Herr. Seinen buschigen schwarzen Schnurrbart trug er gesträubt wie ein zorniger Eichkater, die spitze Nase stach wie eine Lanze daraus hervor, und man sah, daß die gelbe Stirn gewohnt war, sich in Falten zu legen“.

Das obige Bild zeigt diesen, wohl kaum mehrfach aufzufindenden Eichkater-Schnurrbart samt Träger und mit dem passenden Dienstgrad.

 

Die 6. Eskadron, Rittm. v. SCHILDENFELD, rückte im Verband der 6. ITD am 21. August (1914) über Mikolajow nordwärts“.

Mitte September 1914 erkrankte SCHILDENFELD infolge der Anstrengungen und musste in die Heimat abgehen. Danach war er ab Jänner 1915 als Lehrer in der Reserve-Offiziersschule zu Holics.

 

Nach der Frühjahrsoffensive 1916 in Südtirol übernahm im Juni Major v. SCHILDENFELD wieder die Führung der dort eingesetzten 6. Schwadron.

 

Mitte November 1917 kam Mjr. v. SCHILDENFELD wieder an die Ostfront und wurde über den Abschnittskommandant an der Front. „Am 9. Dezember wurden die 5er und 11er Dragoner durch ein Honved-Bataillon abgelöst und nach Gura Negri (östlich Dorna Watra) verlegt. Während des Marsches dorthin erkrankte Mjr. v. SCHILDENFELD“.

 

Am 20. Jänner 1917 bei Dorna Watra übernahm Mjr. v. SCHILDENFELD wieder das Kommando.

 

Im Februar 1918 ging Mjr. SCHILDENFELD als überzählig zur Ersatzschwadron ab, wurde aber am 12. September, gemeinsam mit Obstlt. GÖTZ auf drei Monate in der deutschen 6. ID (bei Tarnopol) verwendet.

 

Nach dem Krieg war Obstlt. SCHILDENFELD Kommandant der "Berittenen Volkswehr-Abteilung" (aus Resten des steirischen Anteils des DR 5), welche 1920 zur "Dragoner-Schwadron Nr. 5" wurde (5 Offiziere, 82 Mannschaft, 2 MGs). Quelle: Erwin Steinböck, "Die Kämpfe um Radkersburg und im steirischen Grenzraum 1919

 

Militärverdienstkreuz III. Klasse